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Weinbegriffe zum Nachschlagen
Kleines Abc typischer Vokabeln aus der Weinfachsprache – für Liebhaber und angehende Kenner
ABGANG :
ist die Gesamtheit der Aromen, die nach dem Herunterschlucken des Weins noch wahrgenommen werden. Je länger diese Wahrnehmung dauert, desto höher ist die Qualität des Weins. |
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ADSTRINGENT :
sind Gerbstoffe, die auf der Zunge ein trockenes, pelziges Gefühl hinterlassen |
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ALIGOTÉ :
ist eine Weißweinsorte aus Burgund, die säurefrische Weine mit Aromen von grünen Äpfeln und Zitrusfrüchten erbringt |
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ALKOHOL (ÄTHYLALKOHOL) :
entsteht bei der Gärung aus dem Zucker der Traube und verleiht dem Wein seine Feurigkeit. Er ist Geschmacksträger und lässt einen Wein voller schmecken, außerdem wird durch ihn die Säure ausgeglichen. Der Alkoholgehalt im Wein wird auf dem Etikett in Volumenprozent angegeben (Pflichtangabe). |
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ALKOHOLISCH :
nennt man einen Wein, dessen Alkoholgehalt auf der Zunge ein Brennen verursacht |
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ALTESSE :
ist eine Weißweinsorte aus Savoyen mit Aromen, die an frische Bergkräuter erinnern |
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AMPELOGRAPHIE :
ist die Wissenschaft von den Rebsorten, ihren Eigenschaften und ihrer Abstammung |
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ANGENEHM :
nennt man einen fehlerlosen Wein |
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ANIMALISCH :
sind eine Reihe von Aromen, die an Ausdünstungen und Gerüche von Tieren oder tierischen Materialien erinnern: Moschus, Wild, Leder …. Sie kommen besonders oft in Rotweinen vor und entstehen bei der Reifung durch chemische Prozesse. Sie können auch durch Brettanomyces entstehen, Mikroorganismen (Hefen), die sich bei mangelnder Hygiene in den Poren von Holzfässern vermehren. Zu starke animalische Noten gelten als fehlerhaft, in Grenzen werden sie von Liebhabern akzeptiert und als weintypisch betrachtet. |
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ANSPRECHEND :
ist ein appetitlich und sauber duftender, voll entwickelter, harmonischer Wein, der Lust auf das nächste Glas macht |
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APPELLATION (AOC/AOP) :
ist eine definierte Weinherkunft, die parzellengenau abgegrenzt ist und in der bestimmte Vorschriften hinsichtlich der anzubauenden Rebsorten und Weine bestehen. Das vom INAO (Institut National des Appellations d'Origine et de la Qualité) genehmigte Dekret regelt die Produktionsbestimmungen über Reberziehung, zugelassene Rebsorten, Gebietsgrenzen, Ausbau, Reife und mehr. Die Weine müssen eine sensorische Prüfung bestehen, um die Appellationsangabe tragen zu dürfen. Seit 2009 gibt es die Appellation d'Origine Protégée (AOP), sie entspricht der Kategorie der Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g. U.). |
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ARAMON :
ist eine Rotweinsorte aus dem Mittelmeerraum, die nach der Reblauskrise verstärkt angepflanzt wurde, deren Anbau aber heute im Rückgang ist. Sie wird nicht für Qualitätsweine verwendet. |
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AROMA :
nennt man die Gesamtheit der Duft- und Geschmacksstoffe eines Weines, die sensorisch wahrgenommen werden. Man unterscheidet drei Arten von Aromen: Primäraromen sind die in der Traube vorhandenen Aromen, die dem Wein seine Charakteristik und Sortentypizität verleihen, wie etwa die Stachelbeere beim Sauvignon Blanc oder die an Orangen erinnernden Noten des Muscat, die Paprikanote des Cabernet Sauvignon, Himbeer-, Cassis- und vor allem Kirschnoten beim Pinot Noir. Primäraromen erinnern meist an Blüten, Früchte oder Pflanzen. Man spricht auch von Sortenaromen. Die Sekundäraromen entstehen während der Gärung bzw. beim biologischen Säureabbau: Banane, Nagellack, Drops, aber auch Kerzenwachs, Getreide, Brioche, frische Butter oder Crème fraîche. Die Tertiäraromen schließlich werden bei der Reifung des Weins in der Flasche gebildet. Zu ihnen gehören die Noten von Trüffeln, Schokolade/Kakao, Mokka, Kokosnuss, animalische Noten (Fell, Leder, Moschus) sowie Noten von Waldboden und Unterholz. |
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ARRUFIAC :
ist eine Weißweinsorte aus der Gegend um Pau in Südwestfrankreich, die für Assemblagen mit verschiedenen Weinen verwendet wird |
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ASSEMBLAGE :
ist die Vereinigung verschiedener rebsortenreiner, getrennt ausgebauter Grundweine. Sie verfolgt das Ziel, Eigenarten des Terroirs, der Rebsorte, des Alters der Rebstöcke usw. optimal zur Geltung zu bringen. Die Assemblage ist die Kunst, aus verschiedenen Grundweinen einen Wein höherer Qualität zu komponieren. Dabei ergänzen sich die Grundweine gegenseitig und der Wein erhält eine größere Vielschichtigkeit und Komplexität. Die Assemblage findet vor dem Ausbau statt und ist Ausdruck der Kunstfertigkeit und Erfahrung des Kellermeisters oder Önologen. Insofern ist die Assemblage etwas anderes als ein simpler Verschnitt, der oft einen negativen Beiklang hat. |
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AUGE :
heißt die Knospe an der Rebpflanze, aus der ein Trieb wächst |
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AUSBAU :
nennt man die Maßnahmen des Winzers vom Ende der malolaktischen Gärung (BSA) bis zur Abfüllung. In dieser Phase wird der Wein stabilisiert und geklärt, die Aromenstruktur wird komplexer und vielschichtiger, der Wein gewinnt an Qualität. Der Ausbau im Keller (beispielsweise im Tank, im Holzfass oder in der Barrique) unterscheidet sich von der Reifung des Weins in der Flasche, durch die sich Wein ebenfalls entwickelt und verändert. Wein ist lebendig! |
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AUSGEWOGEN :
ist ein Wein, bei dem Säure und Süße (bei Roten Gerbstoffe) in einem harmonischen Verhältnis stehen, ein Wein „ohne Ecken und Kanten“ |
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AUSTRIEB :
nennt man das Aufbrechen der Augen (die Stellen, an denen die Rebe Triebe bildet) und den Beginn des Rebenwachstums, ein wichtiges Datum im Reifezyklus |
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AUXERROIS :
ist der Name der Rebsorte Malbec in der Region am Lot, im Elsass eine zugelassene Weißweinsorte |
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