Vin de France & Rebsorten

DIE REBSORTEN
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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

TANNAT
{ Rotwein }

Rotwein

Ursprung
Der Tannat, der seinen Namen wegen der zahlreichen Gerbstoffe (Tannine) trägt, für die er berühmt ist, stammt aus dem Süden Aquitaniens, vom Fuß der Pyrenäen.

Aromen
Der Tannat hat keine ausgeprägten Sortenaromen. Wie viele Rotweine zeigt er als Jungwein vor allem fruchtige Noten. Brombeere, Cassis und rote Beerenfrüchte werden durch pflanzliche Noten von hellem Tabak und in reiferem Zustand auch durch Wild- und Fellnoten ergänzt.

Der Weintyp
Der Tannat ergibt farbstarke, sehr gerbstoffbetonte und dabei nervige (säurestarke) Weine und trägt somit zur Qualität der körperreichen, sehr alterungsfähigen Rotweine bei.

Anbauzonen
Die Rebsorte aus der Gascogne ist in ihrer Heimat zwischen Pau und Biarritz und in den südlichen Landes bis Auch stark verbreitet. Auch im Ausland, insbesondere in Südamerika, wird sie angebaut. Die Anbauflächen in Frankreich sind in den 1980er Jahren leicht zurückgegangen, haben sich dann aber wieder vergrößert und liegen derzeit bei 3.150 Hektar (2006).

Reifeverlauf
Der Tannat gehört zur zweiten Reifeperiode, also zu den mittelspäten Sorten. Er treibt vier Tage nach der Referenzsorte Chasselas aus, doch die vollständige Reife wird erst dreieinhalb Wochen später als bei dieser erreicht.

Wuchseigenschaften
Der Tannat ist recht starkwüchsig und wird gewöhnlich lang beschnitten. Daher benötigt er eine Wuchshilfe.

Bodeneigenschaften
Die Rebsorte ist empfindlich gegen Trockenheit und bevorzugt daher Böden mit guter Wasserführung, jedoch auch mit guter Drainage. Lehm-Kalk-Formationen kommen ihren Bedürfnissen am besten entgegen.

Klimatische Anforderungen
Der Tannat ist eine eher ozeanische Rebsorte, die regelmäßige Wasserzufuhr braucht und Trockenheit nicht verträgt. Da die Reife relativ spät einsetzt, muss es im Herbst ausreichend sonnig sein. Wegen seiner Empfindlichkeit gegen Graufäule sollte diese Zeit auch niederschlagsarm sein. Das Klima im südlichen Aquitanien ist daher ideal.

Anfälligkeit für Krankheiten
Der Tannat reagiert sehr empfindlich auf Spinnmilben- und Bläulingszikadenbefall. Auch für Graufäule ist er anfällig.

Einsatz
Der Tannat wird ausschließlich zur Weinbereitung verwendet.

Merkmale der Rebe
Den Tannat erkennt man an seinen jungen, rötlichen Blättern, die bronzefarbene Flecken aufweisen. Die ausgewachsenen Blätter sind dunkelgrün und groß, fünfeckig und vollständig. An den Spitzen sind die Jungtriebe stark mit anliegenden Härchen bewachsen. Die Blattflächen sind drei- oder fünflappig, wobei der mittlere Lappen besonders lang ist. Die Stielbucht ist wenig geöffnet oder ganz geschlossen. An den Lappen befinden sich kurze, gerade Zähne, und die Adern sind mittelstark rötlich pigmentiert. Blasig, gewölbt und manchmal zwischen den Hauptadern wellig ist die Blattfläche, während die Unterseite mitteldicht mit anliegenden Härchen bedeckt ist. Große Trauben tragen kleine bis mittelgroße Beeren.

Klone
Die zehn zugelassenen Klone für den Tannat (Tannat N) tragen die Nummern 398, 399, 472, 473, 474, 475, 717, 794, 944 und 1048. Über 300 Klone wurden in einem 1995 in den Pyrénées-Atlantiques eingerichteten botanischen Konservatorium gesammelt.

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