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DIE REBSORTEN
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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

SÉMILLON
{ Weißwein }

Weißwein

Ursprung
Der Sémillon stammt aus dem südwestlichen Frankreich (nördliches Aquitanien).

Aromen
Der Sémillon ist von geringerer aromatischer Intensität als der Sauvignon Blanc, mit dem er gern zusammen in Assemblagen verwendet wird. Er hat oft Noten von reifer Birne, Honig, Akazienblüte und trockenen Früchten wie Haselnuss.

Der Weintyp
An günstigen Standorten erbringen die ausgewachsenen Reben bei reduzierten Erträgen hervorragende trockene Weißweine mit viel Schmelz und mittelstarker bis verhaltener Säure. Diese Weine lassen sich gut in der Barrique ausbauen und reifen sehr lange. Auch großartige Süß- und Botrytisweine werden aus Sémillon gekeltert.

Anbauzonen
Der Sémillon wird in Südwestfrankreich, vor allem in Aquitanien (Departements Gironde und Dordogne), angebaut. Dort keltert man aus ihm trockene, liebliche oder auch edelsüße Weißweine. Auch im mittleren Tal der Garonne zwischen Bordeaux und Toulouse bis Albi kommt er vor, ebenso wie in der Provence.

Reifeverlauf
Der Sémillon ist eine relativ späte Rebsorte. Der Austrieb beginnt fünf Tage nach dem der Referenzsorte Chasselas, die volle Reife wird erst zweieinhalb Wochen später als bei dieser erreicht. Er gehört damit zu den Sorten der zweiten Reifeperiode.

Wuchseigenschaften
Der Sémillon ist von mittlerer Wuchskraft und großer Ertragsstärke. Man kann ihn recht lang oder auch kurz beschneiden. An frühjahrsfrostgefährdeten Standorten sollte man ihn länger beschneiden, um den Ertrag zu gewährleisten. Die Sorte passt ihren Ertrag sehr genau an die Fruchtbarkeit des Terroirs an. Für ausgezeichnete Qualitäten ist ein auf 25 bis 40 Hektoliter pro Hektar reduzierter Ertrag ratsam.

Bodeneigenschaften
Die Sorte gedeiht auf kieselreichen sowie kalk- und lehmhaltigen Böden. Diese Böden gewährleisten die Wasserversorgung in Trockenperioden und zugleich eine gute Drainage. Der Sémillon reift auf ihnen hervorragend aus. Eine ausreichend tiefe Verwurzelung ist ein Qualitätskriterium, um der Gefahr der Graufäule zu begegnen, gegen die er empfindlich ist.

Klimatische Anforderungen
Diese Rebsorte der gemäßigten Zonen verträgt Klimaextreme nicht besonders, vor allem keine zu starke Sonneneinstrahlung. Allerdings schadet sommerliche Hitze nicht. Wichtiger für die Entwicklung ist eine gute Wasserversorgung. Das Klima Südwestfrankreichs ist ideal.

Anfälligkeit für Krankheiten
Der Sémillon ist anfällig für Graufäule, Black Rot (Schwarzfäule) auf den jungen Blättern, Spinnmilben und Bläulingszikaden. Für Oidium und Eutypiose ist die Gefahr geringer. Auch gegenüber dem Verrieseln während der Blüte ist er recht unempfindlich.

Einsatz
Der Sémillon wird ausschließlich zur Weinbereitung verwendet. Er ist die bedeutendste Sorte für die Produktion von edelsüßen Spitzenweinen in Südwestfrankreich, da es dort aufgrund des Klimas häufig zu Edelfäule (Botrytis cinerea) kommt. Auch für die Schaumweinproduktion wird er eingesetzt.

Merkmale der Rebe
Der Sémillon hat mittelgroße Trauben mit relativ großen, runden Beeren. An den Spitzen der Jungtriebe findet sich eine sehr dichte wollige Behaarung. Die jungen Blätter sind grün und weisen bronzefarbene Flecken auf, die älteren zeigen eine hellgrüne bis mittelgrüne Färbung. Sie haben fünf Lappen; die Stielbucht ist offen bis halb geschlossen. Die Zähne an den Lappen sind im Verhältnis zur Breite an ihrer Basis kurz und haben gerade oder nach außen gewölbte Seiten. Leicht uneben und regelmäßig blasig zeigt sich die Blattspreite, während die Blattunterseite schwach mit liegenden Härchen bedeckt ist.

Klone
Sieben Klone für den Sémillon (Sémillon B) sind zugelassen, und zwar die Nummern 173, 299, 315, 380, 908, 909 und 910. Über 70 Klone wurden seit 1990 in einem botanischen Konservatorium im Bordelais gesammelt.

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