Vin de France & Rebsorten

DIE REBSORTEN
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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

ROUSSANNE
{ Weißwein }

Weißwein

Ursprung
Die lokale Sorte Roussanne stammt von der mittleren Rhône zwischen Lyon und Valence. In anderen Regionen Frankreichs wird sie kaum angebaut.

Aromen
Die Roussanne weist elegante Noten von Früchten und Blüten auf. Auch Honig, Weißdorn und Aprikose gehören zu ihrem ausdrucksvollen Aromenspektrum. Noten von Kräutertee und Birne treten häufig hinzu.

Der Weintyp
Die Roussanne ergibt sehr elegante und komplexe Weine, die kraftvoll strukturiert sind und eine gute Säure haben. Ihr Reifepotenzial ist recht groß. Mit dieser Sorte kann man gute Terroirs zum Ausdruck bringen. In den ersten Jahren sind die Weine oft sehr schmeichelnd, um sich dann eine Weile zu verschließen, bevor sie sich nach fünf bis acht Jahren mit intensiven Aromen wieder öffnen.

Anbauzonen
In den 1990er Jahren ist diese wenig bekannte Sorte wieder mehr ins Blickfeld gerückt, und die Anbaufläche hat sich zwischen 1968 und 2006 von 58 auf 1.074 Hektar vergrößert. Das Hauptanbaugebiet liegt zwischen Valence und Lyon, doch man findet sie auch in Savoyen (als Bergeron) und im südlichen Rhônetal, wenn auch in geringen Mengen.

Reifeverlauf
Die Roussanne ist eine späte Sorte, da sie acht Tage nach der Referenzsorte Chasselas austreibt und erst dreieinhalb Wochen nach dieser zur vollen Reife gelangt. Sie gehört zu den Sorten der zweiten Reifeperiode.

Wuchseigenschaften
Die starkwüchsige Roussanne bildet sehr lange Triebe und braucht deshalb ein Spalier oder einen Pfahl. Man kann sie mäßig lang oder auch kurz beschneiden.

Bodeneigenschaften
Diese Rebsorte gedeiht gut auf kargen, Lehm-Kalk-haltigen, steinigen und gut exponierten Standorten.

Klimatische Anforderungen
Diese Rebsorte aus einem eher wärmeren Klima erbringt die besten Ergebnisse unter kontinental-kühleren Einflüssen. In ihrer Heimat südlich von Lyon überschneiden sich mediterrane und kontinentale Klimaeinflüsse – ideal für die Roussanne.

Anfälligkeit für Krankheiten
Die Roussanne ist sehr empfindlich gegen Oidium, Graufäule, Spinnmilben und Thripse.

Einsatz
Die Roussanne wird ausschließlich zur Weinbereitung verwendet. Im nördlichen Rhônetal wird sie auch zu Schaumweinen verarbeitet.

Merkmale der Rebe
Die Spitzen der Jungtriebe weisen einen sehr dichten Bewuchs mit liegenden Härchen auf. Sind die Triebe ausgewachsen, zeigen sie zwischen den Blattachseln eine grüne Färbung. Die fünf- oder siebenlappigen ausgewachsenen Blätter sind an der Stielbucht kaum geöffnet; die seitlichen Lappen liegen leicht übereinander. Seitlich sind die Blätter stark eingebuchtet. Die Zähne der Lappen sind im Verhältnis zu ihrer Breite an der Basis sehr kurz. An den Blattadern gibt es keine rote Pigmentierung. Die Blattspreite ist leicht gewölbt, und an ihrer Unterseite erkennt man eine sehr schwache bis schwache Behaarung mit liegenden und aufrecht stehenden Härchen. Die Trauben sind klein bis mittelgroß, die Beeren klein und rund.

Klone
Die fünf zugelassenen Klone der Roussanne (Roussanne B) tragen die Nummern 467, 468, 469, 522 und 1040. Über 50 Klone wurden in einem 2001 eingerichteten botanischen Konservatorium gesammelt.

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