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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

PETIT MANSENG
{ Weißwein }

Weißwein

Ursprung
Der Petit Manseng stammt aus der Gegend um Pau im südwestlichen Frankreich. Er ist mit dem Gros Manseng verwandt, ergibt aber durchaus eigenständige Weine.

Aromen
Diese sehr aromatische Sorte zeigt Noten von Pfirsich, Zitrusfrüchten, Zimt oder auch Mispel. Eine Reihe exotischer Früchte (Mango, Maracuja, Ananas) ergänzen das aromatische Spektrum des Petit Manseng.

Der Weintyp
Der Petit Manseng bildet oft bemerkenswert viel Zucker, behält dabei aber eine lebhafte Säure. Deshalb kann man aus ihm sehr gute liebliche Weine oder auch Süßweine keltern, die äußerst aromatisch sind. Sie werden zwar nur in geringen Mengen erzeugt, bestechen aber durch ihre lange Lagerfähigkeit, der sie einen Spitzenplatz in ihrer Kategorie verdanken.

Anbauzonen
Der Petit Manseng ist die traditionsreichste und edelste Sorte des Béarnais, denn einige Tropfen dieses Nektars wurden dem zukünftigen König Heinrich IV. bei seiner Taufe auf die Lippen geträufelt. Er ist bis heute das Herzstück der Weinregion im Süden des Gers. In der Nähe des französischen Baskenlandes bei St-Jean-de-Luz findet man ihn ebenfalls. Auch im Languedoc und in anderen Ländern wird er inzwischen angebaut (meist von baskischen Emigranten) und hat Freunde gewonnen. Dennoch ist die mit Petit Manseng bestockte Rebfläche in Frankreich mit 650 Hektar (2006) nicht allzu groß. Die Tendenz ist aber leicht zunehmend.

Reifeverlauf
Der Petit Manseng gehört zu den relativ früh austreibenden Sorten; sein Austrieb setzt nur zwei Tage nach dem der Referenzsorte Chasselas ein. Seine volle Reife erreicht er jedoch erst viereinhalb Wochen nach dem Chasselas und gehört damit zu den Sorten der dritten Reifeperiode. Eine Traube, die sich Zeit lässt!

Wuchseigenschaften
Der starkwüchsige Petit Manseng ist empfindlich gegen zu hohe Feuchtigkeit. Deswegen und um den Ertrag zu reduzieren, werden seine Stöcke etwa im regenreichen Pyrenäenvorland bis zu einer Höhe von 1,70 Meter gezogen. Dadurch vermindert man auch das Risiko von Spätfrösten, die noch während des Austriebs auftreten können. Der Petit Manseng liefert geringe Erträge, da die Beeren sehr klein sind. Bei Süßweinen können die Erträge auf niedrige 15 Hektoliter pro Hektar sinken.

Bodeneigenschaften
Der Petit Manseng bevorzugt tiefgründige, kieselreiche Böden. Diese gut drainierten Terroirs im Pyrenäenvorland kommen ihm sehr entgegen.

Klimatische Anforderungen
Da er früh austreibt und spät reift, braucht der Petit Manseng ein Klima mit langen, heißen Sommern und einem warmen Spätsommer. Im südlichen Aquitanien sind die Herbstmonate bekanntlich sonnig und trocken, deshalb kann der Petit Manseng bis in den Dezember hinein reifen und dann großartige Süßweine erbringen.

Anfälligkeit für Krankheiten
Gegen Graufäule ist der Petit Manseng unempfindlich. Deshalb kann er lange am Stock verbleiben und eine hohe Zuckerkonzentration im Most erreichen.

Einsatz
Der Petit Manseng wird ausschließlich zur Weinbereitung (auch für liebliche Weine und Süßweine) verwendet.

Merkmale der Rebe
Der Petit Manseng ist an seinen kleinen Trauben mit sehr kleinen Beeren gut zu erkennen, denen er auch seinen Namen verdankt. Im ausgewachsenen Zustand sind die Blätter rund und meist ungelappt oder schwach gelappt. Bei fünflappigen Blättern sind die Seitenbuchten kaum ausgeprägt. Einen äußerst dichten Bewuchs mit anliegenden Härchen weisen die Spitzen der Jungtriebe auf. Die jungen Blätter sind von gelber Farbe und leicht bronzefarben gefleckt. Für die ausgewachsenen Blätter ist die wenig geöffnete, u-förmige Stielbucht, bei der die seitlichen Lappen leicht übereinander liegen, charakteristisch. Die Zähne am Blattrand sind meist kurz und haben gerade Seiten. In der Nähe des Stielansatzes sind die Blattadern nur schwach rötlich pigmentiert. Die Blattspreite ist leicht eingerollt und auf der Unterseite schwach mit anliegenden oder stehenden Härchen bedeckt.

Klone
Die drei zugelassenen Klone des Petit Manseng (Petit Manseng B) haben die Nummern 440, 573 und 1107. Südlich von Pau (Pyrénées-Atlantiques) wurden 1996 über 100 Klone in einem botanischen Konservatorium gesammelt.

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