Vin de France & Rebsorten

DIE REBSORTEN
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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

NIELLUCCIO
{ Rotwein } { Rosé }

Rotwein Rosé

Ursprung
Diese Sorte wird an den Küsten von Korsika angebaut, stammt aber aus Italien (Toskana), wo sie als Sangiovese bekannt ist.

Aromen
Die Aromen des Nielluccio sind vor allem fruchtig und würzig.

Der Weintyp
Der Nielluccio erbringt fruchtige, körperreiche und lagerfähige Rotweine. Er ist die tanninreichste Sorte Korsikas. Das Lagerpotenzial beträgt fünf bis zehn Jahre. Seine Weine sind finessenreich und ausgewogen, vor allem bei niedrigen Erträgen und langer Reifeperiode. Je höher der Ertrag ist, desto weniger Farbe weist der Wein auf. Auch hochwertige, kraftvoll-würzige Rosés lassen sich aus dieser Sorte keltern.

Anbauzonen
Die bevorzugte Anbauregion für den Nielluccio liegt an der südöstlichen Basis der Halbinsel Cap Corse um Saint-Florent. Man findet ihn auch im Süden der Insel bei Bonifacio. Er ist die meistangebaute Sorte Korsikas. 2006 waren 1.646 Hektar mit ihm bestockt, die Tendenz ist leicht steigend. 1958 gab es nur 508 Hektar.

Reifeverlauf
Der Nielluccio ist eine frühe Sorte, die einen Tag vor der Referenzsorte Chasselas austreibt. Allerdings erreicht er seine volle Reife erst drei Wochen nach dieser. Er gehört damit zu den Sorten der zweiten Reifeperiode, die zum Ausreifen im Spätsommer viel Sonne und genügend Wärme benötigen.

Wuchseigenschaften
Der Nielluccio ist von mittlerer Wuchskraft und treibt früh aus. Man sollte ihn kurz beschneiden und in Gobelet- oder Kordonerziehung anbauen. Trockenheit macht dieser Sorte wenig aus.

Bodeneigenschaften
Diese mediterrane Sorte ist gut an karge Böden angepasst. Terroirs mit Lehm-Kalk-Böden sind sehr gut für den Anbau geeignet.

Klimatische Anforderungen
Als südländische Sorte mag der Nielluccio sehr warme, sonnige und trockene Standorte. Das korsische Klima ist besonders gut geeignet, weil die Meeresnähe ausgleichend wirkt, insbesondere im Spätsommer und Herbst, da die Wärme der langen Reifung entgegenkommt und eine gute Konzentration ermöglicht.

Anfälligkeit für Krankheiten
Der Nielluccio ist anfällig für die durch Bakterien hervorgerufene Goldgelbe Vergilbung. Oidium und Graufäule können ihm wenig anhaben.

Einsatz
Der Nielluccio wird ausschließlich zur Weinbereitung verwendet.

Merkmale der Rebe
Am besten erkennt man den Nielluccio an den ausgewachsenen Blättern, die von mittelgrüner Farbe, etwas mattiert und herzförmig sind und aus einem Stück oder fünf Lappen bestehen. Die Stielbucht bildet ein weit offenes U und die Randbuchten sind nur schwach ausgeprägt. Mittelstarken Bewuchs mit anliegenden Härchen weisen die jungen Triebe auf. Die jungen Blätter sind von gelber Farbe und haben leicht bronzefarbene Flecken. Vergleicht man die Zähne der Lappen mit ihrer Breite an der Basis, so sind sie lang bis sehr lang, vor allem an den Blattadern. Sie sind jedoch nicht pigmentiert. Die Blattunterseite ist schwach oder gar nicht mit anliegenden Härchen bewachsen, aufrecht stehende Härchen sind nur dünn vorhanden. Oval geformte Beeren bilden mittelgroße, längliche Trauben.

Klone
Fünf Klone des Nielluccio (Nielluccio N) sind zugelassen und haben die Nummern 902, 903, 904, 960 und 997. Auf Korsika wurde 2005 ein botanisches Konservatorium mit etwa 20 Klonen angelegt.

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