Vin de France & Rebsorten

DIE REBSORTEN
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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

NÉGRETTE
{ Rotwein } { Rosé }

Rotwein Rosé

Ursprung
Die Négrette stammt aus dem zentralen Teil Südwestfrankreichs in der Nähe von Toulouse.

Aromen
Veilchen, rote Beeren (Himbeeren) und Lakritze sind die Hauptaromen der Négrette, die delikat-harmonische Weine erbringt.

Der Weintyp
Die Négrette bringt ansprechende, sehr aromatische und farbstarke Weine (mit hohem Gehalt an Anthocyanen) hervor, die sich durch niedrigen Tannin- und Säuregehalt auszeichnen. Daher eignen sie sich weniger für längere Lagerung und werden am besten jung konsumiert. Auch ausgewogene, fruchtige Rotweine werden aus ihr gekeltert.

Anbauzonen
Die Négrette wird hauptsächlich nördlich und östlich von Toulouse im südwestlichen Frankreich angebaut. 2006 waren rund 1.500 Hektar mit ihr bestockt, 1979 waren es nur 375 Hektar. Damals wurde sie am wenigsten verwendet.

Reifeverlauf
Die Négrette treibt relativ spät aus, nämlich neun Tage nach der Referenzsorte Chasselas. Ihre Reife erreicht sie zwei bis zweieinhalb Wochen nach dem Chasselas und zählt damit zu den Sorten der zweiten Reifeperiode.

Wuchseigenschaften
Die Négrette ist starkwüchsig und recht ertragreich, wenn man sie kurz beschneidet. Allerdings besteht Anfälligkeit für Verrieselung und Kleinbeerigkeit, die nach unvollständiger Befruchtung durch ungünstige und feuchte Witterung während der Blüte auftreten. Dadurch liefert sie schwankende Erträge.

Bodeneigenschaften
Auf Lehm-Kalk-Böden gedeiht sie nicht so gut wie auf Sand-Lehm-Böden mit hohem Kiesanteil. Dieser Bodentyp, Boulbène genannt, ist sauer und liegt der Négrette mehr als reiner Kalkboden. Ein gewisser Gehalt an Eisen ist günstig.

Klimatische Anforderungen
Die Négrette braucht trockene, heiße Sommer, doch allzu große Trockenheit wie auch zu viel Feuchtigkeit verträgt sie nicht gut. Die Region um Toulouse mit ihrem südländischen Klima, für das im Sommer Hitze und Trockenheit sowie einige Gewitter typisch sind, bietet ideale Bedingungen für diese Sorte.

Anfälligkeit für Krankheiten
Négrette N ist sehr anfällig für Graufäule, Oidium, Bläulingszikaden und Spinnmilben.

Einsatz
Die Négrette wird ausschließlich zur Weinbereitung verwendet.

Merkmale der Rebe
Die Négrette kann anhand ihrer jungen, grün oder gelb gefärbten Blätter identifiziert werden. Im jugendlichen Stadium ist der Trieb dicht mit anliegenden Härchen bedeckt. Im ausgewachsenen Zustand sind die Blätter dunkelgrün und kreisförmig und entweder gar nicht oder nur schwach gelappt (fünflappig). Die Besonderheit des Négrette-Blattes liegt in der Stielbucht. Diese hat parallele Seiten, und die Sekundäradern gehen vom Stielansatz aus. An den Lappen sieht man kurze Zähne mit nach außen gewölbten Seiten. Die Blattspreite der Négrette ist plan und glänzend, blasig und leicht an den Seiten eingerollt, während die Unterseite schwach bis mittelstark mit stehenden und mitteldicht mit anliegenden Härchen bedeckt ist. Die Beeren der Négrette sind rundlich oder leicht oval geformt, die Trauben klein und kompakt.

Klone
Die fünf zugelassenen Klone der Négrette (Négrette N) tragen die Nummern 456, 580, 581, 582 und 663. In Fronton (Haut-Garonne) wurde 1997 ein botanisches Konservatorium mit 190 Klonen eingerichtet.

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