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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

MARSELAN
{ Rotwein }

Rotwein

Ursprung
Der Marselan ist eine recht junge Züchtung aus Cabernet Sauvignon und Grenache des Institut National de la Recherche Agronomique (Nationale landwirtschaftliche Forschungsanstalt, INRA). Sie erhielt ihre Zulassung 1961. Das Ziel dieser Kreuzung war, die besten Eigenschaften der beiden Sorten in einer Rebsorte zu vereinen.

Aromen
Der Marselan erinnert im Duft an reife Früchte.

Der Weintyp
Wegen der sehr geringen Größe seiner Beeren sind die Erträge des Marselan begrenzt (etwa 160 kg/ha). Aus dem Marselan werden farbstarke, typische Weine von hoher Qualität erzeugt. Sie sind aromatisch, voll und körperreich und verfügen dank ihrer geschmeidigen Tannine ohne Bittertöne über eine spannende Struktur, die ihnen auch ein gutes Lagerpotenzial verleiht. So verbindet der Marselan die Vorteile des Cabernet Sauvignon mit denen des Grenache.

Anbauzonen
Seit dem Jahr 2000 sind nicht mehr als 500 Hektar mit Marselan bestockt, und zwar hauptsächlich in der Ebene des Languedoc und an der Rhône.

Reifeverlauf
Der Marselan gehört zu den späten Sorten der dritten Reifeperiode, denn er wird erst vier Wochen nach der Referenzsorte Chasselas gelesen. Der Austrieb ist ebenfalls spät und beginnt fünf Tage nach dem des Chasselas.

Wuchseigenschaften
Der Marselan ist von mittlerer Ertragskraft und entwickelt sehr lange Triebe. Man sollte ihn im Kordonschnitt kurz beschneiden, was ein Spalier erfordert.

Bodeneigenschaften
Der Marselan bevorzugt trockene Böden. Das erstaunt nicht, stammt er doch von zwei Sorten ab, die magere und trockene Böden lieben.

Klimatische Anforderungen
Als mediterrane, dem heißen Klima angepasste Sorte kommt der Marselan sehr gut mit Trockenheit zurecht. Wegen seiner langen Reifeperiode hat er sich an warme und sonnige Standorte angepasst. Damit er sich voll entwickeln kann, sollte er in gut exponierten Lagen gepflanzt werden.

Anfälligkeit für Krankheiten
Der Marselan N ist recht unempfindlich gegen Graufäule, Oidium und Milbenbefall. Gegenüber Krankheiten und Schädlingen ist er deutlich widerstandsfähiger als seine beiden „Elternteile“. Das macht diese Sorte sehr interessant für den Anbau.

Einsatz
Der Marselan wird ausschließlich zur Weinbereitung verwendet.

Merkmale der Rebe
Die jungen Triebe des Marselan sind schwach mit anliegenden Härchen bedeckt. Im ausgewachsenen Zustand haben sie zwischen den Blattachseln grüne Triebe. Die Blätter sind im jugendlichen Stadium grün und bronzefarben gefleckt. Sind sie ausgewachsen, zeigen sie eine dunkelgrüne Färbung und eine glänzende Oberfläche. Außerdem sind sie kreisförmig und weisen fünf, sieben oder auch neun Lappen auf. Die Stielbucht ist u-förmig und nur wenig geöffnet; die Lappen zu beiden Seiten liegen leicht übereinander, ihre kurzen bis mittelgroßen Zähne haben nach außen gewölbte oder gerade Seiten. Gar nicht oder nur schwach pigmentiert sind die Blattadern, die eine rötliche Färbung aufweisen können (Anthocyane). Die Blattspreite hat eine glatte Oberfläche, und die Unterseite ist unbehaart. Die Trauben sind groß, die runden bis ovalen Beeren dagegen sehr klein.

Klone
Der einzige zugelassene Klon des Marselan N trägt die Nummer 980.

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