Vin de France & Rebsorten

DIE REBSORTEN
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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

MARSANNE
{ Weißwein }

Weißwein

Ursprung
Die Marsanne stammt aus dem nördlichen Rhônetal zwischen Valence und Lyon.

Aromen
Als Jungwein bietet die Marsanne fruchtige Aromen von Pfirsich und Zitrusfrüchten, aber auch elegante, florale Noten, die sich etwas schwerer erschließen: zum Beispiel Geißblatt, Weißdorn oder Jasminblüte. Weitere Aromen, die man bei der Marsanne findet: Quitte, Aprikose, Akazienblüte, Haselnuss.

Der Weintyp
Die Marsanne erbringt meist trockene Weißweine, seltener auch Schaumweine. Sie sind elegant, von moderater bis niedriger Säure und fein in ihrer Aromenstruktur. Zu hohe, unkontrollierte Erträge schaden der Qualität des Weins, daher ist bei dieser starkwüchsigen Rebsorte eine strenge Ertragsreduktion nötig. Marsanne-Weine trinkt man am besten ziemlich jung, weil sie aufgrund ihrer geringen Säure keine langen Lagerzeiten vertragen.

Anbauzonen
Die meisten Marsanne-Flächen liegen an der Rhône zwischen Vienne und Valence, doch auch weiter südlich bis hin zur Provence und ins Languedoc hinein wird die Sorte angebaut. Als Grosse Roussette wird sie in kleineren Mengen auch in Savoyen kultiviert. Bis 1980 stagnierte die Anbaufläche, um dann etwas zuzunehmen. Heute sind rund 1.270 Hektar bestockt.

Reifeverlauf
Die Marsanne ist eine relativ späte Rebsorte. Ihr Austrieb beginnt neun Tage nach dem des Chasselas, der Referenzsorte, die Reife wird zweieinhalb Wochen später als bei diesem erreicht. Damit gehört die Marsanne zu den Sorten der zweiten Reifeperiode.

Wuchseigenschaften
Die Marsanne ist eine robuste, starkwüchsige Rebe, fruchtbar und ertragsstark. Deshalb sind alle Maßnahmen zur Ertragsbeschränkung der Weinqualität förderlich. Der Beschnitt sollte kurz sein, um die Traglast zu reduzieren.

Bodeneigenschaften
Eher karge, kieshaltige, jedoch nicht zu magere Böden eignen sich gut für die Marsanne. Der Kalkgehalt des Bodens spielt für diese robuste Sorte keine wesentliche Rolle.

Klimatische Anforderungen
Von ihrem Ursprung her ist die Marsanne für kühle, jedoch nicht kalte Klimaregionen geeignet. In ihrer Lieblingsregion um Valence gibt es heiße Sommer, doch Spätsommer und Herbst sind kühler, was der langen Reifeperiode entgegenkommt. So kann sie kraftvolle und duftige Weine erbringen.

Anfälligkeit für Krankheiten
Die Marsanne B ist anfällig für Oidium, Milbenbefall und Graufäule.

Einsatz
Die Marsanne wird ausschließlich zur Weinbereitung verwendet.

Merkmale der Rebe
Man erkennt die Marsanne an ihren kleinen, rundlichen Beeren, die bei der Lese rötlich gefärbt sind. Die Trauben sind sehr groß. An der Spitze der Jungtriebe sitzen viele anliegende Haare. Die Glieder der Triebe zwischen den Blattachseln sind grün. Im jugendlichen Stadium sind die Blätter grün oder gelb, im ausgewachsenen Zustand sind sie drei- oder fünflappig; an der Stielbucht liegen die Lappen weit übereinander. Ihre Zähne sind im Verhältnis zur Breite an der Basis kurz, die Seiten sind konvex geformt. Die Blattspreite hat eine matte Oberfläche, ist waffelförmig und stark blasig strukturiert, während die Unterseite schwach mit anliegenden oder stehenden Härchen bedeckt ist.

Klone
Drei Klone der Marsanne (Marsanne B) sind zugelassen: 574, 1036 und 1093. In den Côtes du Rhône gibt es ein botanisches Konservatorium mit annähernd 250 Klonen, das 2001 angelegt wurde.

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