Vin de France & Rebsorten

DIE REBSORTEN
Entdecken Sie mehr

Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

GROS MANSENG
{ Weißwein }

Weißwein

Ursprung
Der Gros Manseng stammt aus dem Südwesten Frankreichs, wahrscheinlich aus der Region um Pau. Lange war er nur am Rand der Pyrenäen beheimatet, erst seit kurzer Zeit wird er auch anderswo angebaut.

Aromen
Die meist trocken ausgebauten Weißweine aus Gros Manseng weisen verführerische Aromen von Quitte und Aprikose auf. Auch würzige und florale Noten kommen oft vor. Wenn sie im überreifen Stadium geerntet werden, erbringen die Trauben des Gros Manseng liebliche Weine mit charakteristischen Noten von eingelegten und exotischen Früchten (Mango, Ananas, Maracuja).

Der Weintyp
Der Gros Manseng ist eine Rebsorte mit außergewöhnlichen Aromen. Seine Säurestruktur macht ihn sehr elegant. Die Trauben haben bei der Lese die Farbe von Altgold, deshalb muss man beim Keltern sehr darauf achten, dass nicht zu viel Farbstoffe in den Wein gelangen. Das Pressen muss schonend erfolgen. Der Alkoholgehalt der Gros-Manseng-Weine ist allgemein moderat, die Weine können jedoch auch kraftvoll ausfallen und bis zu 13 Volumenprozent Alkohol erreichen.

Anbauzonen
Hauptsächlich im Süden der Gascogne wird der Gros Manseng angebaut, außerdem rund um Pau und im französischen Baskenland. 1958 gab es nur noch 58 Hektar, doch sind die Flächenanteile seit 1970 wieder gewachsen und liegen derzeit bei 2.800 Hektar (Stand: 2006).

Reifeverlauf
Der Austrieb erfolgt beim Gros Manseng zeitgleich mit dem der Referenzsorte Chasselas. Somit ist er eine frühe Sorte, kommt aber erst wesentlich später, vier Wochen nach dem Chasselas, zur Reife und zählt daher zu den spät reifenden Sorten der vierten Reifeperiode.

Wuchseigenschaften
Der Gros Manseng ist wuchsstark und recht fruchtbar. Man beschneidet ihn meist lang, denn er erbringt auch bei hohen Erträgen um 80 Hektoliter pro Hektar noch ordentliche Qualitäten. Aber auch der kurze Beschnitt bekommt ihm ausgezeichnet, besonders bei fruchtbaren und gut bewässerten Böden.

Bodeneigenschaften
Der Gros Manseng, der aus dem südlichen Aquitanien stammt, fühlt sich wohl auf lehm- und kalkhaltigen, kühlen Böden, die tiefgründig genug sind und Wasser führen. So kann er sommerliche Hitze und Trockenheit gut überstehen.

Klimatische Anforderungen
Diese Rebsorte verträgt ein regenreiches Klima, wie es in ihrem Ursprungsgebiet am Atlantik herrscht, sehr gut. Während der langen Reifung braucht der Gros Manseng Wärme und relative Trockenheit. Die trockenen, sonnigen Spätsommer an der südlichen Atlantikküste kommen ihm also sehr entgegen, und hier liefert er die besten Qualitäten.

Anfälligkeit für Krankheiten
Der Gros Manseng B ist anfällig für Oidium. Der Graufäule widersteht er gut, die Trauben können lange am Stock bleiben, trocknen dort ein und ergeben feine und liebliche Weine sowie Süßweine.

Einsatz
Der Gros Manseng wird ausschließlich zur Weinbereitung verwendet.

Merkmale der Rebe
Im jugendlichen Stadium haben die Blätter eine grüne oder gelbe Färbung, die Glieder der Triebe zwischen den Blattachseln sind grün. Im ausgewachsenen Zustand sind die Blätter rund. An der Stielbucht überlappen sich die Seiten leicht. Kurze Zähne mit konvex geformten Seiten befinden sich an den Lappen. Die Blattadern sind farblos. Betrachtet man die Blattfläche, so ist sie an den Rändern eingerollt und leicht waffelförmig strukturiert. Die Unterseite ist schwach bis mittelstark von anliegenden Härchen bedeckt. Der Gros Manseng hat sehr kleine, rundliche Beeren sowie mittelgroße, längliche Trauben.

Klone
Zugelassen für den Gros Manseng (Gros Manseng B) sind acht Klone: 397, 439, 572, 634, 661, 662, 731 und 764. In zwei botanischen Konservatorien, die 1996 in den Pyrénées-Atlantiques und 1997 im Gers eingerichtet wurden, wurden über 200 Klone gesammelt.

Alkoholmissbrauch gefährdet Ihre Gesundheit
Sie müssen volljährig sein, um diese Website nutzen zu dürfen.
Ja, ich bin volljährig. Ich bin noch nicht volljährig.

Alkoholmissbrauch gefährdet Ihre Gesundheit.