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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

GROLLEAU
{ Rosé }

Rosé

Ursprung
Der Grolleau hat seine Heimat nahe der Stadt Tours. Genetischen Analysen zufolge stammt er vom Gouais Blanc ab, von dem er eine rote Mutation ist. Der Name ist von dem altfranzösischen Wort „grolle“ (Rabe) abgeleitet und verweist auf die Farbe seiner Beeren.

Aromen
Im Duft ist der Grolleau intensiv und ausdrucksvoll. Es finden sich hauptsächlich Aromen roter Früchte wie Erdbeere und Himbeere, auch Noten von weißen und gelben Früchten wie Pfirsich und Aprikose kommen vor. Sogar pfeffrige Nuancen lassen sich gelegentlich wahrnehmen.

Der Weintyp
Aus Grolleau werden leichte, hellfarbene und alkoholarme Weine gekeltert. Seine Spritzigkeit prädestiniert ihn für die Rosébereitung (auch Gris genannt) sowie für die Schaumweinproduktion. Aber auch geschmeidige, fruchtige Rotweine werden aus ihm gekeltert, wenn die Erträge entsprechend niedrig sind.

Anbauzonen
Seit 1998 sind die mit Grolleau bestockten Flächen nicht mehr zurückgegangen. Seit 1968 (1.000 Hektar) hat sich der Bestand mehr als verdoppelt (2006: 2.400 Hektar). Grolleau wird nur an der Loire zwischen Tours und Angers angebaut und überwiegend für die Roséproduktion verwendet.

Reifeverlauf
Grolleau ist eine sehr frühe Sorte, die noch einen Tag vor der Referenzsorte Chasselas austreibt. Seine volle Reife erreicht der Grolleau jedoch erst zwei Wochen nach dem Chasselas und gehört damit zu den Sorten der zweiten Reifeperiode.

Wuchseigenschaften
Der Grolleau ist sehr fruchtbar und muss kurz beschnitten werden, damit er nicht zu hohe Erträge bringt. Überdies sind die jungen Triebe recht windanfällig. Seine Wuchskraft ist mittelstark.

Bodeneigenschaften
Der Grolleau fühlt sich auf kalkreichen und granithaltigen Böden wohl. Er reagiert stärker auf die Wasserversorgung und die Bodenstruktur als auf den eigentlichen Bodentyp. Auf flachen Oberböden sind die Erträge niedriger, doch die Qualität ist höher. Auf Verwitterungs- und Lehm-Schluff-Böden zeigt die Rebe mehr Wuchskraft und bringt höhere Erträge, da die Wasserversorgung besser ist. Auf solchen Terroirs muss der Winzer für eine Ertragsreduzierung sorgen.

Klimatische Anforderungen
Der Grolleau gehört zu den atlantischen Rebsorten, die kühlere Klimazonen mit gut über das Jahr verteilten Niederschlägen schätzen. Gegen Trockenheit ist er überdurchschnittlich empfindlich. Das milde, nicht allzu feuchte Mikroklima an der mittleren Loire ist für ihn ideal. Wenn die ersten Triebe einem Frühjahrsfrost zum Opfer fallen, sind die zweiten immer noch fruchttragend genug, um die Produktion zu gewährleisten.

Anfälligkeit für Krankheiten
Der Grolleau neigt zur Stielfäule und zur Schwarzfleckenkrankheit.

Einsatz
Der Grolleau wird ausschließlich zur Weinbereitung verwendet.

Merkmale der Rebe
Die Glieder der Triebe zwischen den Blattachseln sind rot gefärbt. Im ausgewachsenen Zustand sind die Blätter groß und haben drei oder fünf Lappen mit großen Zähnen, deren Seiten gerade sind. Die Stielbucht ist weit offen. Bei den jungen Trieben sind die Spitzen dicht mit eng anliegenden Härchen bedeckt. Im jugendlichen Stadium sind die Blätter gelb und bronzefarben gefleckt. Die Blattspreite ist gewölbt und blasig, manchmal waffelförmig strukturiert. An der Unterseite ist das Blatt schwach mit anliegenden oder stehenden Härchen bedeckt. Trauben und Beeren sind von mittlerer Größe, die Beeren sind rundlich geformt.

Klone
Fünf Klone sind für den Grolleau (Grolleau N) zugelassen: 226, 288, 364, 365 und 366. Annähernd 200 Klone sind in einem botanischen Konservatorium im Anjou gesammelt worden (seit 1996).

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