Vin de France & Rebsorten

DIE REBSORTEN
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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

GAMAY
{ Rotwein } { Rosé }

Rotwein Rosé

Ursprung
Die Rebsorte stammt aus der Gegend nördlich von Lyon. Sie entstand durch eine Kreuzung von Pinot Noir und Gouais Blanc.

Aromen
Die Aromen des Gamay sind ausgesprochen fruchtbetont: Himbeere, Walderdbeere, Brombeere und Schwarzkirsche. Auch pfeffrige und florale Noten (Pfingstrose) kommen bei dieser Rebsorte oft vor.

Der Weintyp
Durch die bei dieser Sorte häufig praktizierte Ganztrauben-Mazeration entstehen aus dieser Rebsorte warme, fruchtige, mittelstark gefärbte, tanninarme Rotweine, die sich meist nicht für längere Lagerung in der Flasche eignen. Ihre hübsche Farbe spielt ins Violette. Für einen Rotwein weist Gamay eine schöne Säurestruktur auf, die ihn erfrischend appetitlich, lebhaft und süffig macht. Meist trinkt man diese Weine jung und leicht gekühlt; sie gelten deshalb als ideale Sommerrotweine. Typische Aromen dieser Weine, die mit Kohlensäuremaischung der ganzen Trauben erzeugt wurden, erinnern an Drops und Bananen. Auch fruchtig-elegante Roséweine werden aus Gamay gekeltert.

Anbauzonen
In vielen kühleren Regionen Frankreichs wird Gamay angebaut, vor allem im östlichen Zentralfrankreich, nördlich von Lyon sowie zwischen Dijon und Lyon. Auch an der Moselle, im Zentralmassiv und im Aveyron sowie an der Loire (besonders um Tours) kommt er vor. Die Anbaufläche hat sich seit 1968 kaum verändert und liegt bei rund 35.000 Hektar (2006).

Reifeverlauf
Der Gamay treibt recht früh aus, etwa zur gleichen Zeit wie die Referenzsorte Chasselas. Auch seine Reife erreicht er früh, nämlich schon eine bis eineinhalb Wochen nach dem Chasselas. Er gehört zu den Sorten der ersten Reifeperiode.

Wuchseigenschaften
Der Gamay ist fruchtbar, aber nicht sehr wuchsstark. Da er besonders auf fruchtbaren Böden und bei warmem Klima dazu neigt, sich zu verausgaben, sollte er zurückgeschnitten werden, um nicht zu viel Ertrag zu bringen. Bei ungünstigem Wetter im Juni während der Blüte ist die Befruchtung oft unvollständig. Die Triebe, die schräg oder gerade aufwärts wachsen, sollten kurz beschnitten werden. Auch nach Frühjahrsfrösten sind die zweiten Triebe recht fruchtbar. Der Gamay bildet gerne Geiztrauben.

Bodeneigenschaften
Der Gamay bevorzugt granitreiche Böden, auf denen er sein Potenzial voll zum Ausdruck bringen kann, gedeiht aber auch gut auf kalkhaltigen und Lehm-Kalk-Böden.

Klimatische Anforderungen
Der Gamay mag es nicht allzu heiß, weil er dann zu schnell reift. Am besten eignet sich ein kontinentales bis ozeanisch beeinflusstes Klima mit kühlen Nächten während der Reifeperiode. Daher findet man ihn vornehmlich im östlichen Teil Zentralfrankreichs.

Anfälligkeit für Krankheiten
Der Gamay ist anfällig für Graufäule, Schwarzfleckenkrankheit, Erkrankungen der holzigen Pflanzenteile, den Befall mit Sauerwürmern und für Chlorose.

Einsatz
Der Gamay wird ausschließlich für die Weinbereitung verwendet.

Merkmale der Rebe
Schwache bis mittelstarke Behaarung mit anliegenden Härchen weisen die Spitzen der krautigen Jungtriebe des Gamay auf, die zwischen den Blattachseln rot gefärbt sind. Im jugendlichen Stadium sind die Blätter gelb und haben bronzefarbene Flecken; im ausgewachsenen Zustand sind sie kreisförmig, ungelappt oder fünflappig, am Stielansatz v-förmig eingebuchtet und haben Zähne mit geraden Seiten, die im Verhältnis zu ihrer Breite an der Basis recht kurz sind. Die Blattspreite ist gewölbt und an der Unterseite schwach mit anliegenden und aufrecht stehenden Härchen bewachsen. Der Gamay hat kleine, kompakte Trauben mit kurzen, ovalen Beeren.

Klone
35 Klone sind für den Gamay (Gamay R) zugelassen: 102, 105, 106, 166, 167, 222, 282, 283, 284, 285, 355, 356, 357, 358, 359, 426, 427, 428, 488, 489, 490, 509, 510, 511, 512, 564, 565, 615, 616, 656, 657, 787, 1060, 1108 und 1109. 415 Klone wurden bis 2006 in einem botanischen Konservatorium im Departement Rhône gesammelt.

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