Vin de France & Rebsorten

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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

COLOMBARD
{ Weißwein }

Weißwein

Ursprung
Genetische Analysen haben ergeben, dass der Colombard eine Kreuzung von Gouais Blanc und Chenin Blanc ist, die beide aus dem zentralen und südwestlichen Frankreich stammen.

Aromen
Man schätzt den Colombard wegen seiner erfrischenden Noten von Limette, Pfirsich und Nektarine. Zu diesem angenehmen Fruchtallerlei gesellt sich gerne auch die Pampelmuse.

Der Weintyp
Der Colombard erbringt Weine mit hohem Spaßfaktor, aromatisch und säurefrisch. Man trinkt sie am besten jung, um ihre appetitliche Lebendigkeit und ihre fruchtige Aromatik zu genießen.

Anbauzonen
Er wird vor allem im Departement Gers sowie im gesamten Südwesten Frankreichs angebaut, auch in der Charente. Nachdem bis 1998 mit dem Rückgang der Spirituosenproduktion auch die Anbaufläche geschrumpft war, hat der Colombard wieder Flächen zurückerobert, die heute bei etwa 7.500 Hektar liegen. Es wird immer mehr Stillwein aus Colombard gekeltert.

Reifeverlauf
Zwei Tage nach der Referenzsorte Chasselas treibt auch der Colombard aus. Allerdings lässt er sich mehr Zeit zum Ausreifen und erreicht die volle Reife erst drei Wochen nach dem Chasselas. Somit gehört der Colombard zu den Sorten der zweiten Reifeperiode.

Wuchseigenschaften
Der Colombard ist eine fruchtbare, wachstumsstarke und hohen Ertrag bringende Rebsorte. Je nach gewünschtem Wein bzw. Ertrag kann man ihn kurz oder länger beschneiden. Da Teile der Triebe verholzen, ist der Beschnitt nicht ganz einfach.

Bodeneigenschaften
Kalkhaltige und Lehm-Kalk-Böden, wie sie in Südwestfrankreich häufig sind, eignen sich gut für den Colombard.

Klimatische Anforderungen
Der Colombard braucht ein gemäßigtes, aber warmes Klima. Da er spät ausreift, bevorzugt er die warmen Sommer und Spätsommer der Atlantikregion. Trockenheit liebt er nicht, eine gute Wasserversorgung ist deshalb wichtig. Die südwestlichen Regionen sind daher besser für ihn geeignet als der trockene Südosten.

Anfälligkeit für Krankheiten
Der Colombard ist anfällig für Oidium (an den Blättern) sowie Graufäule, wenn die Trauben reif sind.

Einsatz
Der Colombard wird ausschließlich zur Wein- und Weinbrandbereitung eingesetzt (Cognac und Armagnac).

Merkmale der Rebe
Im jugendlichen Stadium sind die Blätter des Colombard gelb und haben bronzefarbene Flecken. Ausgewachsene Blätter sind kreis- bis nierenförmig, ungelappt oder dreilappig mit einer offenen, v-förmigen Stielbucht, kleinen Zähnen und Blattadern ohne Färbung. Die Blattspreite ist gewölbt und an der Unterseite schwach bis mitteldicht behaart, die Härchen liegen an oder sind aufgerichtet. Colombard-Beeren haben eine kurze, ovale Form.

Klone
Die folgenden zwölf Klone sind für den Colombard (offiziell: Colombard B) zugelassen: 551, 552, 553, 605, 606, 607, 608, 609, 625, 626, 695 und 938. Im Departement Gers wurden 1995 und 2002 zwei botanische Konservatorien mit insgesamt über 180 Klonen angelegt.

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