Vin de France & Rebsorten

DIE REBSORTEN
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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

CLAIRETTE
{ Weißwein }

Weißwein

Ursprung
Die aus der Provence stammende Sorte wird als Cuvée-Partner in den Weißweinen des Languedoc-Gebiets, an der Rhône und in der Provence eingesetzt.

Aromen
Die Clairette hat typische Aromen von Apfel und Pampelmuse, weißen Blüten und manchmal etwas Muskat.

Der Weintyp
Die Clairette erbringt relativ alkoholstarke Weine. Wenn man die Trauben trocknet oder überreif erntet, erhält man Weine mit zarter Süße. Die Säure ist moderat, im Abgang spürt man oft eine leichte Bitternote. Aus der Clairette werden auch Schaumweine gewonnen. Die trockenen Weißweine oxidieren schnell, daher sollte man sie jung genießen.

Anbauzonen
Im Südosten Frankreichs wird die Clairette als Sekundärsorte in der Assemblage eingesetzt, also in der südlichen Rhôneregion, in der Provence und in der Ebene des Languedoc. Heute liegt die Anbaufläche nur noch bei rund 2.600 Hektar.

Reifeverlauf
Die Clairette ist eine späte Sorte, die bis zur völligen Reife viel Zeit benötigt. Sie treibt acht Tage nach der Referenzsorte Chasselas aus, doch dauert besonders die Reifephase lange, die erst vier Wochen nach der des Chasselas abgeschlossen ist. Die Clairette gehört somit zu den Sorten der dritten Reifephase.

Wuchseigenschaften
Die starkwüchsige Clairette muss kurz beschnitten werden, auch muss man die Zahl der Augen reduzieren, um ihr Wachstum zu kontrollieren. Die Triebe, die etwas windempfindlich sind, wachsen leicht nach oben.

Bodeneigenschaften
Am besten gedeiht die Clairette auf kalkigen Böden, die karg und trocken sein dürfen. So lässt sich auch der Ertrag reduzieren, was bessere Qualitäten zur Folge hat.

Klimatische Anforderungen
Die Clairette kommt als meridionale, dem heißen und sonnenreichen Klima angepasste Sorte gut mit Trockenheit zurecht. Durch ihre lange Reifeperiode fühlt sie sich an warmen, sonnigen Standorten besonders wohl. Eine günstige Ausrichtung der Lage ist wichtig, damit die Trauben voll ausreifen können.

Anfälligkeit für Krankheiten
Schädlinge wie Sauerwurm und Spinnmilben sind für die Clairette gefährlich, dagegen ist ihre Widerstandskraft gegenüber Oidium und Graufäule gut.

Einsatz
Hauptsächlich wird die Clairette für die Weinbereitung verwendet, sie findet aber auch bei der Schnapserzeugung Einsatz.

Merkmale der Rebe
Im jugendlichen Stadium sind die Blätter der Clairette auffallend gelb und die jungen Triebe sind sehr dicht mit eng anliegenden Härchen bedeckt. Ausgewachsene Blätter sind kreisrund und haben fünf Lappen. Die Stielbucht ist sehr eng; dort liegen die Lappen weitgehend übereinander. Zwischen den Lappen gibt es stark eingeschnittene Buchten. An der Blattspreite befinden sich Zähne mit geraden Seiten; die Blattadern sind durch Farbpigmente (Anthocyane) schwach bis mittelstark rötlich gefärbt. Die Blattspreite selbst zeigt eine leicht waffelförmige Struktur und ist an den Adern in der Nähe des Stiels gewellt, während die Unterseite dicht mit eng anliegenden Härchen bedeckt ist. Bei der Reifung verholzt ein Teil des Kamms. Trauben und Beeren der Clairette sind mittelgroß.

Klone
Die zehn zugelassenen Klone der Clairette (Clairette B) haben die Nummern 68, 69, 93, 94, 97, 98, 175, 207, 208 und 209. Im Gebiet von Bellegarde (Gard) wurde 2007 ein botanisches Konservatorium mit über 130 Klonen angelegt.

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