Vin de France & Rebsorten

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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

CHENIN
{ Weißwein }

Weißwein

Ursprung
Der Chenin Blanc stammt von der Loire, wahrscheinlich aus der Gegend um Angers.

Aromen
Der Chenin Blanc ist für seine mineralischen Noten bekannt, die den Tuffkalkstein- und feuersteinhaltigen Böden an der Loire entstammen. Im Allgemeinen besitzt er als Jungwein Aromen von reifer Birne und Quitte, zu denen später Noten von Akazienblüte, eingelegten Früchten und Zitrusfrüchten kommen. Bisweilen findet man auch würzige Noten von Ingwer oder Lindenblüte vor.

Der Weintyp
Je nach Anbaubedingungen und Terroir (Kalk oder Schiefer) werden aus Chenin Blanc trockene oder halbtrockene Weiß- und Schaumweine sowie auch edelsüße Weine gekeltert. Stets weisen die Weine eine gute Säurefrische auf, sind elegant und spritzig. Gerade diese Säurestruktur verleiht den Weinen ein hohes Reifepotenzial.

Anbauzonen
Hauptsächlich wird der Chenin Blanc an der Loire, insbesondere im Anjou und in der Touraine, angebaut. Neuerdings wird er auch in der Ebene des Languedoc angepflanzt, doch sind hier die Flächenanteile noch sehr niedrig. Seit 1979 hat sich sein Anteil am Rebspiegel Frankreichs kaum verändert; etwa 10.000 Hektar sind im Anbau.

Reifeverlauf
Der Chenin Blanc treibt relativ früh aus (einen Tag vor der Referenzsorte Chasselas), reift aber vergleichsweise spät voll aus, nämlich erst drei bis dreieinhalb Wochen nach dem Chasselas.

Wuchseigenschaften
Der Chenin Blanc ist äußerst starkwüchsig und kann auf fruchtbaren Böden hohe Erträge erbringen. Nach Frühjahrsfrösten sind die zweiten Austriebe jedoch weniger fruchtbar.

Bodeneigenschaften
Je nach Bodentyp zeigt der Chenin Blanc unterschiedliche Eigenschaften. Auf sandigen Böden reifen leichte, charmante Tropfen, die man am besten jung genießt. Lehm- und kalkhaltiges Terroir bringt fülligere und intensivere Weine mit Volumen hervor, während die Gewächse auf reinen Kalkböden mineralischer und säurebetonter ausfallen.

Klimatische Anforderungen
Wie der Chardonnay ist der Chenin Blanc sehr anpassungsfähig. Die kühlen Klimazonen im nördlichen Bereich seiner Anbaugebiete sind ihm am liebsten; dort zeigt er sein bestes Profil, etwa an der Loire.

Anfälligkeit für Krankheiten
Der Chenin Blanc ist sehr anfällig für die Graufäule, Oidium und Erkrankungen der holzigen Teile (Eutypiose und Esca). Gegen Falschen Mehltau (Peronospora), Schwarzfäule und Reben-Anthraknose zeigt er gute Resistenz.

Einsatz
Der Chenin Blanc wird ausschließlich zur Weinbereitung eingesetzt.

Merkmale der Rebe
Man erkennt den Chenin Blanc an seinen jungen Trieben, die sehr dicht mit anliegenden Härchen bedeckt sind, sowie an den jungen Blättern. Im ausgewachsenen Zustand haben die Blätter drei bis fünf ausgeprägte Lappen, die sich in der fast geschlossenen Stielbucht etwas überlagern. An den seitlichen Buchten zwischen den Lappen befinden sich mittelgroße Zähne mit nach außen gewölbten Rändern. Aufgrund hohen Anthocyan-Gehalts (roter Pflanzenfarbstoff) sind die Blattadern intensiv rot gefärbt. Die Blattspreite ist blasig strukturiert und an der Unterseite mittelstark mit anliegenden Härchen bedeckt. Chenin-Blanc-Trauben sind mittelgroß bis groß und haben kleine bis mittelgroße, runde Beeren.

Klone
Acht Klone des Chenin Blanc (Chenin B) sind zugelassen: 220, 278, 416, 417, 624, 880, 982 und 1018. Im botanischen Konservatorium im Anjou sind seit 1996 über 200 Klone gesammelt worden.

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