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DIE REBSORTEN
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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

CHARDONNAY
{ Weißwein }

Weißwein

Ursprung
Diese edle Rebsorte stammt aus Burgund und ist heute in der ganzen Welt verbreitet und geschätzt. Genetische Analysen haben ergeben, dass sie aus einer Kreuzung von Pinot Noir und Gouais Blanc entstanden ist.

Aromen
Die Aromatik des Chardonnay unterscheidet sich je nach Anbaugebiet. In nördlichen Regionen herrschen mehr pflanzlich-florale und mineralische Noten vor, während die Aromen in südlichen Gefilden fruchtiger sind. Der Chardonnay kann also sehr gut sein Terroir widerspiegeln. Seine typischen Aromen kennzeichnen die oft intensiven und komplexen, vor allem aber unglaublich vielfältigen Weine: trockene gelbe Früchte, Haselnuss, geröstete Mandeln, exotische Früchte, Butter, Farnkraut, Lindenblüte, Birne, Popcorn, Haferflocken, Akazienblüte, Walnuss, Gebäck ...

Der Weintyp
Der Chardonnay hat ein sehr großes Qualitätspotenzial und erlaubt die Erzeugung vielfältiger Weine: Trockene Weißweine, Schaumweine und sogar Süßweine werden aus ihm gekeltert. Die Trauben können viel Zucker bilden und dennoch gute Säurewerte erreichen. So entstehen sehr ausgewogene, kräftige und reichhaltige Weine mit Volumen und Schmelz. Je nach Klimabereich des Standorts präsentiert er sich anders: mal säurefrisch und lebendig wie im Norden, mal füllig-rund und geschmeidig wie im Süden.

Anbauzonen
Chardonnay ist sehr anpassungsfähig und kommt mit unterschiedlichsten Klima- und Terroirbedingungen bestens zurecht. Am liebsten mag er kühle Regionen, die ihm ein besonders gutes Gleichgewicht zwischen Frische, Fülle und aromatischer Intensität verleihen. Man findet ihn in Frankreich an der Loire und nördlich von Lyon, im Jura und im Elsass, aber auch in der Ebene des Languedoc. Sein Flächenanteil wächst kontinuierlich und hat sich innerhalb von 50 Jahren auf rund 40.000 Hektar (2006) verfünffacht.

Reifeverlauf
Als relativ frühe Sorte ist der Chardonnay besonders in nördlichen, kontinentalen Regionen von Frühjahrsfrösten bedroht. Auch die Reife setzt früh ein (bereits eineinhalb Wochen nach der Reife der Referenzsorte Chasselas). Er gehört somit zu den Sorten der ersten Reifeperiode.

Wuchseigenschaften
Der Chardonnay ist eine mittel- bis schwachwüchsige Sorte und wird deshalb lang beschnitten. In Klimazonen, die eine frühe Blüte begünstigen, wird er auch kürzer beschnitten, um eine bessere Konzentration der Weine zu erreichen.

Bodeneigenschaften
Am besten gedeiht der Chardonnay auf Böden von mittlerer Fruchtbarkeit mit hohen Kalk- oder Mergelanteilen (aus kalkhaltigen Sedimenten gebildet). In der mediterranen Region sollten die Böden über gute Wasserspeichereigenschaften verfügen, um Trockenstress zu vermeiden, der der Rebe nicht bekommt. Dünn aufliegende, kalkreiche Böden erbringen schlankere, mineralisch-metallische Chardonnay-Weine, während tiefgründige Böden einen weicheren, fülligeren Typ hervorbringen.

Klimatische Anforderungen
Diese Rebsorte passt sich mühelos den verschiedensten Klimabedingungen an und entwickelt je nach Klima und Terroir eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht. In einem kühlen Klima fühlt sich der Chardonnay sehr wohl und erbringt ausgewogene, mineralisch-frische Weine. In wärmeren Regionen wie im südlichen Frankreich fallen die Weine üppiger, verführerischer und fruchtiger aus, während die mineralischen Noten weniger ausgeprägt sind.

Anfälligkeit für Krankheiten
Der Chardonnay B (so seine offizielle Bezeichnung) ist anfällig für Oidium und Chlorose (Gelbverfärbung der Blätter). Der Falsche Mehltau macht ihm weniger aus. Gegen Ende der Reifezeit und an wuchsstarken Standorten kann die Graufäule schwere Schäden verursachen.

Einsatz
Der Chardonnay wird ausschließlich zur Weinerzeugung verwendet.

Merkmale der Rebe
Erkennungsmerkmale des Chardonnay sind seine jungen grünen Blätter mit bronzefarbenen Flecken sowie seine krautigen Triebe, die zwischen den Blattachseln rot gefärbt sind. Die Spitzen der jungen Triebe sind schwach bis mittelstark behaart, die Härchen liegen an. Im ausgewachsenen Zustand können die runden Blätter fünf schwach ausgeprägte Lappen aufweisen oder ungelappt sein. Die Stielbucht ist kaum geöffnet und wird an ihrer Basis oft von der Blattader am Stielansatz begrenzt. An den Lappen befinden sich Zähne, die im Verhältnis zu ihrer Breite relativ kurz sind und gerade Seiten haben. Die Blattspreite ist leicht blasig strukturiert und an der Unterseite schwach behaart, wobei die Härchen aufrecht stehen. Chardonnay-Beeren sind relativ klein und rundlich.

Klone
28 Klone des Chardonnay (Chardonnay B) sind zugelassen: 75, 76, 77, 78, 95, 96, 116, 117, 118, 119, 121, 122, 124, 125, 128, 130, 131, 132, 277, 352, 414, 415, 548, 549, 809, 1066, 1067 und 1068. Über 340 Klone sind seit 1994 in einem botanischen Konservatorium im Departement Saône-et-Loire gesammelt worden.

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