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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

CARMENÈRE
{ Rotwein }

Rotwein

Ursprung
Der Carmenère stammt aus dem nördlichen Aquitanien und wurde vor der Reblauskrise häufig angebaut. Als Pfropfrebe waren dann seine Erträge sehr unregelmäßig, sodass er in Vergessenheit geriet. Heute sind nur noch etwa 20 Hektar mit ihm bestockt.

Aromen
Der Carmenère wird oft mit dem sehr ähnlichen Merlot verwechselt. Zu seinen Fruchtnoten gehören die Aromen von Erdbeeren, Pflaumen und Himbeeren. Auch würzige Noten kommen hinzu und machen ihn sehr delikat.

Der Weintyp
Der Carmenère erbringt farbstarke, dichte und volle Weine mit präsentem Tanningerüst. Besonders an sehr warmen Standorten bildet er manchmal wenig Säure.

Anbauzonen
Carmenère ist eine Sorte der gemäßigten Klimazonen und wird in Frankreich ausschließlich auf der Halbinsel Médoc im Norden des Departements Gironde angebaut.

Reifeverlauf
Da der Carmenère eine relativ spät reifende Sorte ist, braucht er einen milden Herbst und warme, wasserdurchlässige Standorte. Er reift zwei Wochen nach dem Chasselas, der Referenzsorte, und gehört somit zu den Sorten der zweiten Reifeperiode. Auch der Austrieb setzt spät ein, etwa neun Tage nach dem des Chasselas.

Wuchseigenschaften
Der Carmenère ist eine starkwüchsige Sorte, doch die unteren Augen sind wenig fruchtbar. Man muss ihn also lang beschneiden. Bei kühlem und regnerischem Wetter im Juni ist er sehr anfällig für Verrieselung.

Bodeneigenschaften
Während der Wachstumsphase verträgt der Carmenère ein Übermaß an Wasser nicht gut und bildet dann zu starke pflanzliche Noten (grüner Paprika) aus. Magere Böden, die öfter bewässert werden müssen, sind also nicht ratsam. Dagegen sind tiefgründige Böden, die das Wasser gut speichern, besser für diese Sorte geeignet.

Klimatische Anforderungen
Der Carmenère fühlt sich in einem ausgeglichenen, warmen Klima mit einem milden, sonnigen Herbst am wohlsten. Dann reifen seine Trauben perfekt aus und bilden nur wenige pflanzliche Aromen. Da er jedoch schon vor dem Ausreifen der Tannine maximale Zuckerwerte erreicht, braucht er eine lange Reifeperiode. Wenn dann die Hitze zu stark ist, entstehen Weine mit sehr viel Alkohol, was der Harmonie abträglich ist.

Anfälligkeit für Krankheiten
Der Carmenère ist eine recht robuste Rebsorte.

Einsatz
Der Carmenère wird ausschließlich für die Weinbereitung verwendet.

Merkmale der Rebe
Man erkennt den Carmenère an den stark behaarten Spitzen der jungen Triebe, aber auch an seinen leuchtend rot und orange gefärbten jungen Blättern mit ihren bronzefarbenen Flecken. Während der Blüte sind die Staubgefäße gekräuselt. Die ausgewachsenen Blätter sind herzförmig und fünflappig. In der Stielbucht überlagern sich die Lappen leicht. Die seitlichen Buchten zwischen den Lappen haben an ihrer Basis oft mittelgroße Zähne mit geraden Seiten. An den Blattadern ist eine leichte Färbung zu erkennen. Die Blattspreite ist am Rand eingebogen und an der Unterseite leicht behaart; die Härchen liegen teils an und stehen teils aufrecht. Carmenère bildet kleine Trauben mit mittelgroßen Beeren.

Klone
Der einzige zugelassene Klon des Carmenère (Carmenère N) trägt die Nummer 1059.

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