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Rebsortenlexikon : Frankreichs Rebsorten

BOURBOULENC
{ Weißwein }

Weißwein

Ursprung
Wahrscheinlich stammt der Bourboulenc aus dem Südosten Frankreichs, wo er auch am meisten angebaut wird.

Aromen
Der Bourboulenc hat kein bestimmtes sortentypisches Aroma, zeichnet sich aber durch schöne fruchtige Noten aus.

Der Weintyp
Bourboulenc erbringt Weißweine mit relativ zurückhaltender Aromatik und für eine mediterrane Sorte niedrigem Alkoholgehalt. Daher wird er oft in der Assemblage eingesetzt, um den Weinen Leichtigkeit und Eleganz zu verleihen. Er darf nicht zu früh gelesen werden, weil die Weine dann noch wenig Ausdruck haben. Gut ausgereift erbringt Bourboulenc im südlichen Frankreich Weine mit schöner Fülle und kräftigem Körper.

Anbauzonen
Im Südosten Frankreichs, im Rhônetal, in der Provence sowie in der Ebene des Languedoc, wird Bourboulenc angebaut und als Sekundärrebsorte in der Assemblage eingesetzt. Die Anbaufläche betrug 2006 661 Hektar.

Reifeverlauf
Der Bourboulenc treibt vier Tage nach dem Chasselas aus, der als Referenzsorte für den frühen oder späten Wachstumsbeginn der Rebsorten gilt und nach dem die Rebsorten in Reifegruppen eingeteilt werden. Aber der Bourboulenc reift erst viereinhalb Wochen nach ihm aus, also deutlich später. Deshalb wird diese spät reifende Sorte auch nur im mediterranen Raum angebaut.

Wuchseigenschaften
Der Bourboulenc weist ein mittelkräftiges Wachstum auf. Um gute Qualitäten zu erreichen, muss er ziemlich stark beschnitten werden. Er braucht zum Wachstum eine Hilfe, da die Triebe sonst stark herunterhängen.

Bodeneigenschaften
Der Bourboulenc weist ein mittelkräftiges Wachstum auf. Um gute Qualitäten zu erreichen, muss er ziemlich stark beschnitten werden. Er braucht zum Wachstum eine Hilfe, da die Triebe sonst stark herunterhängen.

Klimatische Anforderungen
Als mediterrane Rebsorte hat sich der Bourboulenc gut an heiße, sonnige Zonen angepasst und verträgt auch Trockenheit. Da er langsam reift, sind besonders in der Zeit kurz vor der Ernte ausreichende Wärme und Sonne wichtig. Am besten gedeiht er in günstig exponierten Lagen, um zur Vollreife zu gelangen.

Anfälligkeit für Krankheiten
Wegen der Dicke seiner Schalen widerstehen die Trauben gut der Graufäule, doch besteht Anfälligkeit für Oidium (Echten Mehltau).

Einsatz
Bourboulenc wird ausschließlich zur Weinproduktion verwendet.

Merkmale der Rebe
Am besten erkennt man den Bourboulenc an den jungen Triebspitzen, die von eng anliegenden Härchen dicht bedeckt sind. Die jungen Blätter sind gelb und haben bronzefarbene Flecken. Im ausgewachsenen Zustand bilden die Blätter ein in drei Lappen aufgeteiltes Fünfeck. An der Stielbucht liegen die Lappen weit übereinander und haben je einen Zahn am Blattrand. Der mittlere Lappen ist länglich geformt und hat im Verhältnis zur Breite an seiner Basis kurze Zähne. Die Blattspreite ist blasig und von matter Farbe. Nahe dem Stielansatz sind die Blattflächen zwischen den Blattadern gewellt. Die Blattunterseite weist eine liegende oder aufrecht stehende Behaarung mittlerer Dichte auf. Bourboulenc-Trauben bestehen aus ovalen Beeren mit dicker Schale.

Klone
Zwei Klone sind für den Bourboulenc (Bourboulenc B genannt) zugelassen: 541 und 1002.

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